(EN)

„Träum von morgen, Julcsa..!“

Ungarische Erlebnisse

Verlag Neues Leben, Berlin 1953
Klappentext der 1. Auflage 1953:

Julcsa, die junge Ungarin, ist einer der vielen Menschen, denen wir in dieser lebensprühenden Reportage begegnen. Der Gedanke an eine frohe Zukunft, an eine glückliche Familie in einem neuen Heim, das Vertrauen in die eigene Kraft läßt sie die Opfer der Gegenwart, die Trennung von Imre, ihrem jungen Mann, überwinden und freudig mit zupacken beim Bau von Sztálinváros, der "Stadt der Projekte".
Julcsa, Imre und ganz Ungarn bauten zuversichtlich an dem großen Werk, am Sozialismus. Die Schilderung der Reise, die Harry Thürk gemeinsam mit Ludwig Renn im Sommer 1952 nach Ungarn führte, zeigt uns das unermüdliche Schaffen dieses fleißigen Volkes. Thürk verzichtet bewußt auf eine Beschreibung des Lebens der Delegation und richtet sein Augenmerk auf das neue Ungarn. Wir sehen das strahlende Budapest seine Metro bauen, in Kurorten und Prachtbädern werktätige Menschen Erholung finden, die bezwungene Puszta Reis und Baumwolle liefern; wir sehen Zigeuner zu geachteten Gliedern der Gemeinschaft werden und nicht mehr für Almosen musizieren. Wir durchstreifen Städte und Dörfer, verweilen an alten Marktplätzen und bewundern dort saftige Melonen, funkelnden Tokajer und immer wieder Berge von Paprika. Dann sind wir wieder draußen in der Puszta, in einer Segelfliegerschule. In den hellen Augen der jungen Flieger lesen wir die feste Entschlossenheit des gesamten ungarischen Volkes: alle Kraft für die Erreichung des leuchtenden Zieles einzusetzen, für ein glückliches, friedliches Leben.


Leserwertung (bisher 0 ausgewertete Stimmen):

"Der junge Schriftsteller - Sohn einer schlesischen Arbeiterfamilie - ist kein Unbekannter. Wir erinnern uns daran, daß seine Lieder zu den III. Weltfestspielen der Jugend und Studenten in Berlin gesungen wurden. Seine begeisternde Reportage "In allen Sprachen" ebenso wie sein Buch "Träum von morgen, Julcsa" ließ aufhorchen.",   "Das Volk", Erfurt


Kapitel-Übersicht (Kapitel und Sektionen im Buch nicht nummeriert):
1. Szép Budapest!
HIER
  1. Wenn man ankommt
WERDEN
  2. Standbild der Freiheit
NOCH
  3. Ruinen und Geschichte
  4. Paradies Margitsziget
GESUCHT
  5. Museen und Pioniere
!!!
  6. Von Buda nach Pest  
  7. Kistex  
  8. Das vergängliche Bild  
  9. Das große Geheimnis  
  10. Tibor und die Chastuschka  
  11. "Wir tragen Rákosis Namen...!"  
  12. Mr. Vogeler ist entbehrlich!  
  13. Man rechnet mit uns!  
  14. "Dort arbeitet der Genosse Rákosi für uns...!"  
2. Durch die Puszta!
HIER
  1. Bilder
WERDEN
  2. So ehrt man Dichter
NOCH
  3. Volksfest an der Tisza
  4. Reisfelder und Fischteiche
GESUCHT
  5. Der Csikós im Schwefelbad
!!!
  6. Ein Glas auf Tokaj  
  7. Paprika, Pantoffeln und Perlhühner  
  8. Das überflüssige Büro - oder: Der Weg in den Sozialismus  
  9. Schicksal am Strom 1879 und 1952  
  10. Die Elektrifizierung des ewigen Lichtes - oder: Die Bändigung der Tisza  
  11. Mezöhegyes  
  12. Die Schlacht von Austerlitz und die ungarische Pferdezucht  
  13. "So weit du sehen kannst, ist unser Land!"  
3. Wiege der Zukunft - Sztálinváros
HIER
  1. "Als wir begannen..."
WERDEN
  2. Pulsschlag des Sozialismus
NOCH
  3. Matola, der Partisan
  4. Der "Brigadeleiter" am Bücherstand
GESUCHT
  5. Ein Museum und ein Zigeuner
!!!
  6. "Sie hatte Lenin verstanden..."  
  7. "Träum von morgen, Julcsa...!"  
4. "Szabadság!"
HIER
  1. "Wir fliegen den gleichen Kurs, Genossen!"
WERDEN
  2. Kraftquell Balaton
NOCH
  3. Der Park der Helden
  4. Wenn der Zigeuner spielt
GESUCHT
  5. Servus, Budapest...!
!!!
  6. Wir sind einander nah!  

Hintergrundwissen:

"Träum von morgen, Julcsa..!" wurde beim 6. Kinderbuchausschreiben des Ministeriums für Kultur (MfK) 1953 mit dem 1. Preis ausgezeichnet.

Thürk selbst war mit dem Buch später nicht mehr so recht zufrieden. Er schrieb am 3.4.1973 in einem privaten Brief, er habe "unter dem (zu) frischen Eindruck von Reiseerlebnissen ein Buch geschrieben, das wesentliche Probleme der ungarischen Entwicklung von damals (1952) unberücksichtigt ließ, z.B. den tiefgehenden Konflikt um den damaligen Regierungschef. Diese Zusammenhänge waren oberflächlich für den Reisenden zwar nicht zu erkennen. Sie waren zu spüren. Ich habe sie negiert, statt ihnen nachzugehen. Vielleicht wäre ich damals auf Erkenntnisse gestoßen, die mich veranlaßt hätten, lieber gar kein Buch über das damalige Ungarn zu schreiben, wenn ich genauer nachgeforscht hätte. Ich habe diese Nachforschung aber unterlassen und wurde dann 1956 von Ereignissen überrascht, die ich hätte voraussehen müssen."


Ausgaben:
Buchcover Rückseite --- Klicken Sie aufs Bild, um die Vorderseite zu sehen.
Halbleinen (rot+grün/leinen&gold/grau) mit SU, 224 S., 21.5 cm
Gestaltung und Typographie: Kollektiv Neues Leben
Satz, Druck und Einband: IV-14-18, Volksstimme, Verlag und Druckerei, Magdeburg
Lizenz Nr. 303, Gen.-Nr. 305/28/53, Lizenz-Nr. 5


1. Auflage 1953: 1.-10. Tausend